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Deutsche Literatur und Weltliteratur
Schriftsteller und ihre Werke

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Kalenderblatt vom 6. März 2021



Stanislaw Jerzy Lec
(1909 - 1966)

112. Geburtstag


https://www.startpage.com/do/dsearch?query=Stanislaw+Jerzy+Lec
Das Literaturspektrum empfiehlt die Startpage-Suche nach Stanislaw Jerzy Lec.




Gabriel Garcia Marquez
(1927 - 2014)

94. Geburtstag


http://de.wikipedia.org/wiki/Gabrie ...
Dem kolumbianischen Journalisten und Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez gelang 1967 mit dem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" der literarische Durchbruch. Weitere bekannte Romane des Nobelpreisträgers sind "Chronik eines angekündigten Todes" und "Die Liebe in den Zeiten der Cholera". Kurzer Artikel bei Wikipedia.

http://www.dieterwunderlich.de/Garc ...
"Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marquez - eine Buchbesprechung von Dieter Wunderlich.

http://www.die-leselust.de/buch/mar ...
Kurze Inhaltsangabe des Romans "Chronik eines angekündigten Todes". Eine Rezension der LESELUST aus Berlin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Von_der_Liebe_und_anderen_ Dämonen
Im Herbst des Jahres 1949 werden im Norden Kolumbiens, an einer Bucht des Karibischen Meeres, die Überreste des Klosters Santa Clara abgerissen. García Márquez, ein junger Journalist, wird hingeschickt, um sich die Sache anzusehen: Ein Grab in der Nähe des Altars wird geöffnet und hinaus quillen eine Unmenge an roter Haare, meterlang und kaum zu bändigen, die wohl von dem dort begrabenen Mädchen stammten, von Sierva María de Todos los Ángeles, der einzigen Tochter des zweiten Marqués von Casalduero. Gabriel García Márquez erinnerte sich an eine Legende, die ihm die Großmutter erzählte: von einer jungen Marquésita aus dem späten 18. Jahrhundert, die ihre roten Haare wie eine Schleppe trug und die in den Dörfern der Karibik für ihre Wunder verehrt wurde. Der Schriftsteller entwirft Jahrzehnte später im Roman "Von der Liebe und anderen Dämonen", der 1994 erschien, die Geschichte dieses Mädchens, das von ihren Eltern nicht geliebt bzw. vernachlässigt wird, das bei den schwarzen Sklaven im Gehöft großgezogen wird, das deren Gewohnheiten und deren Fähigkeiten erwirbt - fast übernatürliche Begabungen - die ihm später zum Verhängnis werden. Zuerst glaubte man, sie bekäme die Tollwut, weil sie von einem Hund gebissen worden war, später erkannte die Äbtissin von Santa Clara nur noch Zeichen des Teufels in den wunderbaren Ereignissen, die das Mädchen scheinbar auslöste. Pater Cayetano Delaura, eigentlich mit dem Exorzismus dieses widerborstigen, aber himmlischen Geschöpfs beauftragt, erfährt wohl zum ersten Mal in seinem Leben wirklich den Heiligen Geist, als er das Mädchen sieht und mit ihm sprechen kann. Für ihn ist sie seine Erfüllung, für die Äbtissin ist sie der Teufel, für ihre Mutter ist sie eine Mißgeburt, für den Bischof eine Aufgabe, die Dämonen zu besiegen, für den Arzt Abrenuncio ist sie ein ungezogenes Mädchen, für den Vater eine Quelle der Trauer und der Schuld und für ihre Mitgefangene Martina ist sie das Tor zur Freiheit. Die Liebe, der Tod, die angeblichen Damönen, die Besessenheit den Teufel auszutreiben, die Offenbarung des Heiligen Geistes, das pralle Leben des Spanischen Vizekönigreiches und die geistigen Quellen dieser Zeit, die oft in Europa liegen, das alles bringt García Márquez in einen wundervollen Roman, der von Anfang bis Ende eine elementare Erfahrung ist. Tun Sie sich selber einen Gefallen, und blättern Sie nicht voraus ...




Günter Kunert
(*1929)

92. Geburtstag


https://www.deutschlandfunkkultur.d ...
»Die zweite Frau« - Wallstein Verlag, 2019
Ein Ostberliner DDR-Bürger namens Barthold, verheiratet, obgleich sich innerlich zunehmend distanzierend, sowohl von der angetrauten Margarete Helene, als auch von dem namenlos gebliebenen Land einer fernen Vergangenheit, versucht mit, von Siegmund Freud beeinflusster philosophischer Durchdringung der Unzulänglichkeit, nämlich von ihm, dem Instituts-Archäologen und Geschichtsexperten des Untergangs von Kulturen, seiner von Eifersucht und Misstrauen durchdrungenen Gattin und des sie beide und alle Figuren einbettenden Umfelds - einer Gesellschaft mit hohen theoretischen Idealen, die unweigerlich an den Niederungen der Praxis scheitert, wenn es nämlich dazu kommt, dass der Hauptheld mangels Alternativen (tut uns leid, ist leider nicht erhältlich) gezwungen ist, seine Schritte ins westliche Konsumhoheitsgebiet zu lenken, dessen korrekte Übersetzung "Zwischenladen" bedeutet, einer obskuren Zwischenwelt - wenn er, Barthold, also versucht, der ganzen Misere eine sinnvolle Note abzugewinnen, indem er die Schwächen seiner Mitmenschen mit einer heiteren, verzeihenden Resignation bloßlegt, kann das Ergebnis jedoch sarkastischer nicht sein. Kultur-Funktionäre des sich schon in den Sedimenten befindlichen Landes hätten das Werk, aus ihrer Sicht zurecht, nicht nur als "undruckbar" abgelehnt, sondern als zutiefst giftig und böse gegenüber dem "real existierenden" Sozialismus eingeschätzt und dafür gesorgt, dass sein Autor nach Bautzen verbracht worden wäre: zur ideologischen Umerziehung! Nicht nur deshalb wagt sich der Schriftsteller, Lyriker und Hörspielautor Kunert erst im zarten Alter von 90 Jahren (herzlichen Glückwunsch nachträglich) an die Veröffentlichung seines Prosa-Geniestreiches, nein, wohl auch deshalb, da sie vergriffen oder besser: abgegriffen sind, weil er keine Superlative und Nachfragen entgegennehmen mag. Jedenfalls überfällt den Leser eine kindliche Freude beim Verfolgen der Geschichte, und diese hält noch lange an, auch wenn man das kleine, feine Büchlein schon zur Seite gelegt hat ...





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Augsburg, den 4 Mar 2021 21:10:43

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